Trinkschokolade – das Pflaster für die Seele

Den Azteken dienten Kakaobohnen als Zahlungsmittel. Für die Maya war Kakao eine Medizin. Sie tranken ihre Trinkschokolade heiß oder kalt und würzten sie mit Chili oder Pfeffer. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Soldaten die Trinkschokolade nach Europa und kredenzten den “Göttertrank” ihrem König Phillip II. Gesüßte Trinkschokolade erfreute sich an allen europäischen Höfen großer Beliebtheit und blieb bis ins 19. Jahrhundert das Luxusgetränk der Adeligen.

Heute ist Trinkschokolade ein Genuss, den sich jeder leisten kann. Wer denkt dabei nicht gerne an die Wohlfühlstunden seiner Kindheit? An einem kalten Winternachmittag in der gut geheizten Stube der Großmutter, die aus einem Märchenbuch vorliest. Dazu eine Tasse Trinkschokolade, die in kleinen Schlucken getrunken und genossen wird. Wer möchte nicht ab und zu in die Schokoladenstunden seiner Kindheit zurückkehren und bei einer guten Tasse Trinkschokolade die Alltagssorgen vergessen? Trinkschokolade wärmt die Hände und ist ein wirksames Trostpflaster für die Seele. Die ursprünglich bittere Schokolade ist im Laufe der Jahre raffiniert verfeinert worden. Je nach Geschmack lässt die Trinkschokolade sich mit einer Prise Vanillezucker oder Zimt, mit einem Schuss Eierlikör oder Amaretto ergänzen. Ebenso sind Honig, Sirup, Mandeln und Nüsse als Zutaten für das Trostgetränk erlaubt. Auch ein Sahnehäubchen steht der flüssigen Gaumenfreude gut. Aber jeder wird seinen eigenen Weg zu seinem persönlichen Genusserlebnis finden.

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